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Clinical practice guideline on diagnosis and treatment of hyponaträmia

Die Hyponatriämie, definiert durch ein Serumnatrium unter 135 mmol/l,  zählt zu den häufigsten Elektrolytstörungen in der klinischen Praxis. Sie findet sich in bis zu 20% aller notfallmäßigen Aufnahmen und ist bei mehr als 20% der kritisch kranken Patienten beschrieben. Eine notfall- und intensivmedizinische Herausforderung ist die akute,  symptomatische Hyponatriämie, die gekennzeichnet durch ausgeprägte neurologische Symptome (z.B. generalisierte Krämpfe, Coma)  einer akuten Behandlung im Sinne eines raschen initialen Ausgleichs des Serumnatriums bedarf. Dem gegenüber stellt die chronische Hyponatriämie eine klinische Herausforderung dar, oft verbunden  mit einer diffizilen Differentialdiagnose,  wo der Fokus primär auf der Vermeidung von neurologischer Schädigung, im Sinne einer osmotischen Demyelinisierung, bei  zu schnellem Ausgleich des Serumnatriums liegt. Zur Erleichterung der Diagnose und des Managements dieser diffizilen Elektrolytstörung  wurden erstmals evidenzbasierte, klinische Richtlinien in interdisziplinärer Zusammenarbeit von drei  großen europäischen Gesellschaften, der European Society of Intensive Care Medicine (ESICM), der European Society of Endocrinology (ESE) und der European Renal  Association – European  Dialysis and Transplant Association (EDTA-ERA) erstellt.

Intensive Care Med.2014 Mar;40(3):320-31. doi: 10.1007/s00134-014-3210-2. Epub 2014 Feb 22.

Clinical practice guideline on diagnosis and treatment of hyponatraemia.

Spasovski G1, Vanholder R, Allolio B, Annane D, Ball S, Bichet D, Decaux G, Fenske W, Hoorn E, Ichai C, Joannidis M, Soupart A, Zietse R, Haller M, van der Veer S, Van Biesen W, Nagler E