Publikationen

Empfehlungen zur Prognosebeurteilung bei zerebraler Hypoxie nach kardiopulmonaler Reanimation

Österreichische interdisziplinäre Konsensuskonferenz

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Prognoseparameter zur Beurteilung der zerebralen Hypoxie nach kardiopulmonaler Reanimation untersucht. Diese Parameter umfassen neben klinischen Daten und klinischen Scoresystemen verschiedene klinisch-neurologische Befunde, biochemische Parameter, elektrophysiologische Untersuchungen und neurodiagnostische bildgebende Verfahren.

Ziel der österreichischen interdisziplinären Konsensuskonferenz war die kritische Evaluierung dieser Parameter und die Empfehlung welche Parameter bzw. diagnostischen Maßnahmen zu welchem Zeitpunkt eine prognostische Aussage über eine potentielle neurologische Rehabilitation nach zerebraler Hypoxie ermöglichen. Aus mehr als 100 unterschiedlichen Parametern wurden 26 Parameter identifiziert, die, basierend auf Ergebnisse wissenschaftlicher Publikationen, eine prognostische Aussage ermöglichen. Diese Parameter müssen jedoch hinsichtlich der Einschätzung der Evidenz und deren Stärkegrad als Grundlage für prognostische Empfehlungen unterschiedlich beurteilt werden.

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Empfehlungen zum Thema Therapiebegrenzung und -beendigung an Intensivstationen

Intensivmedizinisches Handeln findet zu einem großen Teil in Grenzsituationen statt, in denen die Möglichkeiten des medizinisch „Machbaren“ dem tatsächlichen Nutzen für einen Patienten gegenübergestellt werden müssen. Es besteht Einverständnis darüber, dass es Aufgabe und Ziel der Intensivmedizin ist, Leben zu erhalten und nicht Sterben zu verlängern. Darüberhinaus stellt sich aber aufgrund intensivmedizinischer Fortschritte und auch der Entwicklungen in anderen medizinischen Bereichen die Frage, ob es in einer konkreten, aussichtslos gewordenen Situation gerechtfertigt ist, eine Behandlung zu begrenzen oder zu beenden.

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